Rabe Pandion T 600: Neue Kurzscheibenegge weniger
Zug mehr Biss

  • Mit der Pandion T 600 bringt Rabe eine neue Kurzscheibenegge in der 6-Meter-Klasse auf den Markt. Vorgestellt wurde die Maschine erstmals auf der Agritechnika 2025. Sie richtet sich an schlagkräftige Ackerbaubetriebe und Lohnunternehmer, die hohe Flächenleistungen mit einer intensiven und gleichmäßigen Bodenbearbeitung verbinden wollen. Der Einführungspreis ab 39.000 Euro netto ordnet die Pandion T 600 im wettbewerbsintensiven Segment der gezogenen Kurzscheibeneggen ein. Die technischen Eckdaten zeigen klar die Zielrichtung der Maschine. Mit 6 m Arbeitsbreite und einem Leistungsbedarf ab 150 PS ist die Pandion T 600 für größere Traktorklassen ausgelegt. Arbeitstiefen von 3 bis 15 cm decken sowohl die flache Stoppelbearbeitung als auch die intensivere Durchmischung von Ernteresten ab. Arbeitsgeschwindigkeiten von bis zu 20 km/h ermöglichen hohe Tagesleistungen. Das Eigengewicht von rund 5,4 bis 6 t sorgt für ausreichend Bodendruck, sodass die Scheiben auch bei trockenen oder festen Bodenverhältnissen sicher in den Boden eindringen.

Pendelnder Rahmen für gleichmäßige Arbeitstiefe

Konstruktiv setzt Rabe auf einen pendelnd aufgehängten Seitenrahmen. Dieser kann sich um jeweils rund vier Grad in beide Richtungen bewegen und passt sich damit Bodenunebenheiten an. Gerade bei breiten Arbeitsgeräten ist eine gleichmäßige Bodenanpassung entscheidend, um über die gesamte Arbeitsbreite eine konstante Arbeitstiefe zu erreichen. In der Praxis soll die Konstruktion vor allem auf kupierten Flächen und bei wechselnden Bodenbedingungen Vorteile bringen.

48 Scheiben für intensive Bodenbearbeitung

Für die eigentliche Bodenbearbeitung stehen insgesamt 48 Scheiben zur Verfügung. Je nach Einsatz können gewellte oder grob gezackte Scheiben mit Durchmessern von 510 oder 560 mm gewählt werden. Der vergleichsweise aggressive Schnittwinkel zur Fahrtrichtung und zum Boden unterstützt ein sicheres Eindringen in den Boden, auch bei hoher Strohauflage oder bei der Einarbeitung größerer Mengen organischer Masse. Ein praxisnahes Detail ist die Möglichkeit, die vordere Scheibenreihe gegenüber der hinteren zu verschieben. So lässt sich der Scheibenverschleiß ausgleichen, was über die Einsatzdauer hinweg ein gleichmäßiges Bearbeitungsergebnis unterstützt. Die Scheiben sind über Federelemente am Rahmen angebunden. Der entstehende Vibrationseffekt soll den Zugkraftbedarf reduzieren und gleichzeitig die Selbstreinigung der Scheiben verbessern. Vor allem bei feuchten oder klebrigen Böden kann dies in der Praxis Vorteile bringen. Gleichzeitig verhindert die feste Verschraubung der Federelemente ein seitliches Verrutschen der Scheibenelemente, was der Spurtreue und der Gleichmäßigkeit des Arbeitsbildes zugutekommt.

Bei der Rückverfestigung setzt Rabe auf ein modulares Walzenkonzept. Zur Auswahl stehen unter anderem eine schwere Doppel-U-Ringwalze mit 580 mm Durchmesser für hohe Rückverfestigung und gute Selbstreinigung, eine leichtere Tandemwalze mit 440/350 mm Durchmesser für eine stärkere Krümelwirkung sowie eine 600-mm-Dachringwalze als Kompromiss aus Eigengewicht und Rückverfestigung. Die Walzen können wahlweise schwimmend oder fest gelagert werden. Damit lässt sich je nach Bodenart und Einsatz zwischen maximalem Bodendruck und besserer Bodenanpassung wählen.

Flexible Anbaumöglichkeiten und wartungsarme Konstruktion

Auch beim Anbau zeigt sich die Pandion T 600 flexibel. Möglich sind Unterlenkeranhängung in Kat. 3/4N, Zugösen mit 40 oder 50 mm Durchmesser sowie die K80-Kugel. Je nach Ausführung ist eine hydraulische Deichsel erforderlich. Mit einer Transportbreite von unter 3 m bleibt die Maschine trotz der großen Arbeitsbreite straßentauglich. In Sachen Wartung setzt Rabe auf wartungsarme Lagerstellen mit Hartmetallbuchsen. Die Zahl der Schmierstellen ist mit 22 vergleichsweise gering, was im betrieblichen Alltag Zeit spart, und die Einsatzbereitschaft erhöht.

Für wen ist die Pandion T600 gebaut

In der Einordnung zeigt sich die Pandion T 600 als Maschine für leistungsorientierte Betriebe, die eine schlagkräftige Kurzscheibenegge für die Stoppelbearbeitung, die Einarbeitung von Ernteresten oder die flache Saatbettbereitung suchen. Die Kombination aus hohem Eigengewicht, aggressiver Scheibenbestückung und flexibel wählbarem Walzenkonzept eröffnet ein breites Einsatzspektrum. In Verbindung mit dem Einführungspreis ab 39.000 Euro netto dürfte die Pandion T 600 für viele Betriebe eine wirtschaftlich interessante Option im 6-Meter-Segment darstellen.

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